Hochsensibilität und Hochkreativität

Hochsensible sind hier, um die Gesellschaft zu erneuern

Der Begriff „Hochsensibilität“ ist inzwischen allgemein bekannt und es gibt zahlreiche Bücher, die Hochsensiblen helfen, sich selbst besser zu verstehen. Doch die besonderen Anlagen und Schwierigkeiten und besonders die Dynamiken, denen Hochsensible ausgesetzt sind, wenn sie mit der irdischen „Normalität“ und ihren Energien konfrontiert werden, sind noch wenig erforscht. Um diese zu verstehen, müssen wir den Rahmen gesellschaftlich vorherrschender Weltbilder und konventioneller Wissenschaft sprengen. Die hochsensiblen Menschen selbst sind aufgefordert, sich nicht länger von der Gesellschaft kleinhalten und ausgrenzen zu lassen, sondern zu ihren Sichtweisen und Erkenntnissen auch öffentlich zu stehen: Erkenntnisse über Seele und Psyche, Reinkarnation, Leben zwischen den Leben und die geistige Welt, Telepathie, energetische Verstrickungen und deren Auflösung, spirituelle Ursachen für Krankheit und Leid, und über den Sinn des Lebens aus seelischer Sicht. Wir Hochsensiblen können uns gegenseitig helfen, uns selbst zu verstehen, uns zu heilen und unsere Lebensaufgaben zu entdecken. Dann können wir zunehmend die Gesellschaft transformieren, indem wir neue Ideen und Weltbilder verbreiten, liebevolle Energien ins kollektive Feld einbringen, und das Massenbewusstsein anheben. Die alten Werte, Denkweisen und Weltbilder sind ja bereits am Zusammenbrechen, so dass momentan viele Hochsensible sich mit Leichtigkeit Gehör verschaffen und Interesse bei Menschen finden, die gerade nach tragfähigen Orientierungsmöglichkeiten und Lösungen suchen.

Auswirkungen hochsensibler Wahrnehmung und Konstitution

Hochsensible haben eine feinere und weitreichendere Wahrnehmung als andere und ein erweitertes Bewusstsein. Sie werden intensiv von Energien aller Art „getroffen“, sobald sie mit diesen in Resonanz kommen, und strahlen auch selbst viel Energie aus. Diese energetische Ausstrahlung „triggert“ oft andere. Viele mögen es nicht, von Menschen mit sensitiven Fähigkeiten durchschaut zu werden, oder durch deren Energieausstrahlung plötzlich mit ihren unterdrückten Gefühlen und Konflikten in Kontakt zu kommen. Denn die irdische „Normalität“ ist das Getrennt-Sein, ein relativ liebloser, für die Persönlichkeit jedoch auch bequemer Zustand. Sensitive erleben allein deshalb oft Ablehnung, wenn sie sich in stagnativen Umfeldern aufhalten beziehungsweise an Orten, wo der Fluss der Lebensenergie unterdrückt wird.

Da sie stärker mit allem verbunden sind – mit der Seelenebene einerseits und mit ihrem irdischen Umfeld andererseits – fließt viel Energie durch ihre Chakren und ruft ständig intensive Wirkungen hervor. Deshalb brauchen Hochsensible viel Zeit, um all die Eindrücke und Energien zu verarbeiten. Sie sind auch stark mit dem kollektiven Feld und mit den Themen ihrer früheren Leben verbunden sowie mit den Themen und Energien ihrer Ahnen. So haben sie Zugriff auf ein enormes seelisches Potenzial, müssen sich aber meist auch durch einen Berg an Altlasten durcharbeiten, wenn sie ihr Potenzial leben wollen. Denn alle ungeheilten Themen der früheren Inkarnationen und die damit zusammenhängenden Ahnenthemen erzeugen störende Blockaden im Energiesystem, die es aufzulösen gilt.

Durch Heilarbeit kann die Hochempfindlichkeit aufgelöst werden, unter der viele Hochsensible extrem leiden, nicht aber die Hochsensibilität als solche. Reizüberflutung und chaotische negative Energien sowie manipulative und toxische Beziehungen machen Hochsensiblen zu schaffen, wenn ihr Wahrnehmungsvermögen durch Blockaden getrübt und ihre Kraft eingeschränkt ist. Je mehr Kraft und Klarheit man gewinnt, umso glücklichere Lebensumstände kann man sich erschaffen und umso besser gelingt es, das höhere Seelenpotenzial zu entfalten. Auch kommt man dann immer weniger mit unpassenden Menschen und Orten in Resonanz, weil man das wahre Selbst ausstrahlt und nicht mehr das angepasste Selbst.

Abgrenzungsprobleme lösen

Sich zu verbiegen oder den eigenen Energiefluss zu blockieren ist ein Überlebensmuster aus der Kindheit, das eine Scheinharmonie ermöglichen sollte. Doch dies ist eine Form von „Identifikation mit dem Aggressor“, die es unmöglich macht, sich selbst zu spüren und sich gegen Schädigendes abzugrenzen. Das zieht Negativ-Spiralen von Frustration, Energieverlust und Selbstentwertung nach sich. Abgrenzungsfähigkeit entsteht erst, wenn man die eigene Identität, die wahren eigenen Bedürfnisse und Interessen spüren und ausstrahlen kann. Dafür gilt es, in den Körper zu kommen. Nur wenn das Bewusstsein den Körper erfüllt, kann dieser von Fremdenergien geklärt werden. Die Konfrontation mit der Wahrnehmung von Fremdenergien erzeugt intensive Gefühle, weshalb Hochsensible meist die Gewohnheit haben, ihr Bewusstsein hauptsächlich außerhalb des Körpers zu halten oder in stressigen Situationen „aus dem Körper zu fliehen“. In diesem Zustand fühlt man weniger, ist aber den manipulativen Energien anderer ausgeliefert und kann von diesen regelrecht eingenommen werden. Deshalb ist es so wichtig, Gefühle bewusst und intensiv zuzulassen, bis sie sich vollständig auflösen, weil ihre Botschaft aufgenommen und verarbeitet wurde. Durch bewusstes Atmen und Spüren von Herz und Bauch kann man die Energie in den Körper bringen. So kann man sich auch immer wieder von Energien klären, die man von anderen aufgenommen hat. Die hochsensible Veranlagung bringt es mit sich, dass man Gedanken, Gefühle und Stimmungen anderer aufnimmt und leicht für die eigenen hält, wenn man innerlich nicht sehr klar ist. Manche Hochempathen fühlen sogar körperliche Schmerzen anderer Menschen oder übernehmen deren Krankheiten. Je mehr man lernt, die eigene Schwingung aufrechtzuerhalten, also mit sich selbst eins zu bleiben, während man sich unter Menschen aufhält, umso weniger belastende Energien nimmt man auf. Sensitive Fähigkeiten können dann auch genutzt werden, um andere in eine höhere Schwingung zu bringen und Heilung auf allen Ebenen zu fördern.

Ursachen für Hochsensibilität

Ich glaube, es gibt verschiedene Ursachen für eine hochsensible Veranlagung: Alte Seelen sind oft hochsensibel, da sie einen weiten seelischen Entwicklungsweg zurückgelegt haben und dabei sensitiver geworden sind. Andere Seelen waren vielleicht noch nie oder nur selten auf Erden inkarniert und ihr Energiesystem arbeitet anders – nicht so getrennt und reduziert wie das von Menschen, die die Gewohnheit der Trennung und emotionalen Verarmung über viele Erdenleben hinweg gepflegt haben. Zudem gibt es Seelen, die trotz vieler Erdenleben nicht in diese Trennung gegangen sind – sie wollten emotional und kreativ lebendig bleiben und höhere Ziele verfolgen. Zur Zeit sind viele Hochsensible inkarniert, die das „Erwachen“ der Menschheit beschleunigen und ein neues Bewusstsein auf Erden verankern wollen. Das ganze Menschheitskollektiv wird zunehmend sensibler und offener für Wahrnehmungen und Energien aus unsichtbaren Dimensionen.

Hochkreative Menschen

Der Begriff „Hochkreativität“ ist noch nicht gebräuchlich – ich finde ihn jedoch passend für Menschen, die keine typischen Hochsensiblen sind, aber außerordentlich kreativ und freigeistig sind. Sie möchten sich selbst vielleicht nicht als „hochsensibel“ bezeichnen, sind aber ebenso von den Dynamiken und intensiven Erfahrungen hochsensiblen Erlebens betroffen und von der gesellschaftlichen Ausgrenzung. Da auch sie die höheren Zusammenhänge wahrnehmen und keine Unterdrückungssysteme vertragen können, und da ihre Originalität vom Mainstream oft abgelehnt wird, können sie sich meist nur jenseits der Norm und der alten Strukturen und Institutionen kreativ verwirklichen. Hochkreative sind oft willensstark, sehr unabhängig im Denken und hoch inspiriert, von ungewöhnlichen und neuartigen Ideen erfüllt.

Uranus, Neptun und Pluto haben Bezug zu Hochsensibilität und Hochkreativität

Ich glaube, Hochsensibilität und Hochkreativität hängen üblicherweise zusammen, weil das erweiterte Wahrnehmungsvermögen und Bewusstsein sowohl die Empathie als auch die kreative Inspiration fördern. Spirituelle Ziele und bewusste Heilarbeit sind wichtig für alle diese Menschen, um mit ihren Anlagen sinnvoll umgehen zu können, anstatt darunter zu leiden. Astrologen haben erforscht, dass eine starke Neptun-Betonung typisch ist für Hochsensible, Künstler, Idealisten und Menschen mit heilerischen Fähigkeiten – aber auch für Menschen, die unglücklich und tragisch an ihren unerfüllbaren Idealen sowie an den gesellschaftlichen Verhältnissen leiden oder scheitern. Deshalb gilt für Neptuniker, dass sie nur ein zufriedenstellendes Leben führen können, wenn sie sich bewusst für einen individuellen spirituellen Weg entscheiden. Ähnliches gilt auch für Menschen mit stark betontem Uranus oder Pluto im Geburtshoroskop. Uranus steht vor allem für das Wahrnehmen kosmischer Gesetzmäßigkeiten, für ungewöhnliche Originalität und kreative Inspiration. Pluto steht für starke Energien und oft ungewöhnliche Heilkräfte. Bei Uranus und Pluto sind aber hauptsächlich die negativen Erscheinungsformen astrologisch thematisiert worden, weil die meisten Menschen mit diesen Anlagen bisher nicht gut umgehen konnten. Wer stark mit dem kollektiven Feld verbunden ist, muss starke Ängste bewältigen, um nicht von diesen mitgerissen und in negative Erfahrungen und Verhaltensweisen hineingezogen zu werden.

Hochsensible und Hochkreative sind mit evolutionären kosmischen Energien verbunden – es gehört zu ihren seelischen Aufgaben, als Vorreiter für die kollektive Evolution zu dienen. Dazu braucht man großes Vertrauen in die eigene innere Führung, das man erlangen kann durch intensive Auseinandersetzung mit Ängsten und mit Gefühlen und Absichten, die teils unbewusst wirken. Und durch meditative Erfahrungen der Ganzheit und Einheit allen Seins. Um individuelle Herausforderungen und Potenziale zu ergründen, kann man das Geburtshoroskop und gute astrologische Bücher zu Rate ziehen. Das erleichtert es, Ungesundes und Unpassendes loszulassen und den eigenen individuellen Weg zu finden.

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